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Wer nicht unbedingt auf die Lieferungen aus China angewiesen sein möchte, kann Goji-Beeren auch bedenkenlos im eigenen Garten anpflanzen. Diese wachsen an einem Strauch, der auch als „Gemeiner Bocksdorn“ bekannt ist. Obwohl diese Pflanze ursprünglich aus China stammt, kann sie in Europa genauso bedenkenlos angebaut werden. Es handelt sich hierbei um eine Pflanze, die als äußerst robust gilt und auch winterfest ist, weshalb sie insgesamt nur wenig Pflege benötigt.

 

Den richtigen Standort finden

Goji-Pflanzen gelten als äußerst anspruchslos und können in jedem guten Gartenboden hervorragend gedeihen. Wer Goji-Pflanzen anbauen möchte, sollte lediglich darauf achten, dass diese sich nicht im Vollschatten befinden und sich keine Staunässe bilden kann. Angepflanzt werden können die Pflanzen übrigens auch in größeren Töpfen auf dem Balkon oder der Terrasse. Weil die Pflanzen Winterhart bis zu einer Temperatur von minus 26 Grad sind, können sie bedenkenlos auch während der kalten Jahreszeit im freien stehen.

 

Die richtige Sorte kaufen

Wer sich für den Anbau der Goji-Pflanze entscheidet, sollte ein besonderes Augenmerk darauf legen, welche Sorte er kauft. So gibt es mittlerweile eine ganze Reihe an kultivierten Sorten, die auch in Gärtnereien angeboten werden. Vom Kauf verwilderter Formen, die seit einigen Jahren verstärkt angeboten werden, wird hingegen abgeraten. Diese bilden nämlich nur relativ wenige Früchte, die auch vom Geschmack her nicht überzeugen. Zu den besten Sorten gehören neben Big Lifeberry auch Sweet Lifeberry, Big & Sweet sowie So Sweet.

Üblicherweise trägt der Strauch ab dem dritten Jahr Früchte, wenn der Strauch aus Samen gezogen wurde. Der Strauch kann aber auch ein- bis zweijährig gekauft werden. Die Blüte erfolgt bei den meisten Sorten im Juli, weshalb der Strauch im August und September Früchte trägt.

Goji-Pflanzen vermehren sich allerdings nicht nur durch Samen, sondern auch über ihre Wurzeln, die sich über den kompletten Garten erstrecken können. Deshalb sollte beim Einpflanzen auch ein Rhizomschutz eingebaut werden. Deshalb wird meist auch der Anbau in Kübeln bevorzugt. In diesem Fall können sich die Wurzeln, die sehr tief reichen können und deshalb nur schwer zu finden sind, nicht durch den Garten verbreiten.

 

Wichtig: das regelmäßige Schneiden

Die Goji-Pflanze kann insgesamt eine Höhe von bis zu zwei Metern erreichen. Deshalb sollte die Pflanze regelmäßig beschnitten werden, wodurch sich auch die Ausbeute an Früchten erheblich erhöhen lässt. Je nachdem, wie schnell die Pflanze wächst, sollte sie ein- bis zweimal jährlich beschnitten werden. Die beste Zeit dafür sind der Frühling und der Herbst. Denn sobald ein Schnitt erfolgt ist, wird sich die Pflanze an dieser Stelle erneut verzweigen, sodass sie insgesamt buschiger und dichter wird und mehr Früchte erzeugt.

Sind die Triebe hingegen zu lang, bildet die Pflanzen insgesamt weniger Blüten und Früchte. Bei einer nur unregelmäßigen Pflege besteht zudem die Gefahr, dass sich Mehltau bilden kann. In diesem Fall sollten die betroffenen Zweige einfach abgeschnitten und in den Hausmüll geworfen werden. Keinesfalls sollten diese im Kompost landen, weil sich dadurch der Mehltau weiter ausbreiten kann.